Hochwasser: Aufräumarbeiten haben begonnen

Hochwasser: Aufräumarbeiten haben begonnen

Landkreis Rosenheim – Auch im Landkreis Rosenheim hat sich die Lage an den Flüssen und Bächen entspannt (4.6.2024). Die Meldestufe 1 ist inzwischen flächendeckend unterschritten, meldet das Landratsamt Rosenheim aktuell.

Einzig an den Messstellen Feldolling an der Mangfall und Wasserburg am Inn liegen die Werte noch über der Meldestufe 1. Insgesamt gibt es aktuell noch rund 350 offene Einsatzstellen, wobei der Schwerpunkt der Aufräumarbeiten in der Gemeinde Raubling liegt. Allein dort sind mehr als 300 Keller überflutet. Häufig wurde das Wasser mit Öl aus der Heizung verschmutzt. Es wird abgepumpt und eigens entsorgt. Einige wenige Einsatzstellen gibt es neben Raubling noch in Rohrdorf mit Thansau sowie in Neubeuern.

Fast alle evakuierten Personen konnten in ihre Unterkünfte und Häuser zurückkehren. Lediglich in Raubling halten sich die Bewohner einer Asylbewerberunterkunft noch in der Gemeindehalle auf. Auch sie können noch im Laufe des Tages in ihre Unterkunft zurückkehren.

Positive Nachrichten auch von den Hauptverkehrswegen

Positive Nachrichten gibt es zudem von den Hauptverkehrswegen. Die meisten, darunter die Autobahnen, sind wieder frei befahrbar. Wegen Überschwemmung gesperrt bleibt die Staatsstraße 2010 im Bereich Wasserwiesen. Und auch die Staatsstraße zwischen Oberaudorf und Flintsbach ist teilweise nicht befahrbar.
Ein Beispiel für die Sinnhaftigkeit von Hochwasserschutzmaßnahmen sei die Gemeinde Nußdorf, so das Landratsamt Rosenheim Der Pegel des Steinbachs lag in der Nacht etwa 25 Zentimeter über dem Hochwasser von 1987: „Ohne Hochwasserschutz hätte es die Gemeinde voll erwischt“.
(Quelle: Pressemitteilung Landkreis Rosenheim / Beitragsbild: Gisela Schreiner)

Hochwasser in Rosenheim: So sieht es am Tag danach aus

Hochwasser in Rosenheim: So sieht es am Tag danach aus

Rosenheim – Die Stadt Rosenheim ist, laut Stadtverwaltung, beim gestrigen Starkregen (3.6.2024) glimpflich davongekommen (wir berichteten). Aber dennoch sind die Schäden groß, wie diese aktuellen Fotos zeigen, aufgenommen im Stadtteil Happing und den Seen. 

Viele Wiesen und Felder stehen nach wie vor unter Wasser. Die Schäden dadurch sind momentan noch nicht abzusehen.

Hochweasser Happing. Foto: Giesela Schreiner
Hochweasser Happing. Foto: Giesela Schreiner
Hochweasser Happing. Foto: Giesela Schreiner
Hochweasser Happing. Foto: Giesela Schreiner

(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Foto: Gisela Schreiner)

Hochwasser: 23-jähriger in den Inn gesprungen

Hochwasser: 23-jähriger in den Inn gesprungen

Stephanskirchen / Landkreis Rosenheim – Tragischer Vorfall mitten im Hochwassergeschehen in Stephanskirchen (Landkreis Rosenheim): ein 23-jähriger sprang in der Rohrdorfer Straße vom Innufer aus in die Fluten. Er wird noch vermisst. Die Polizei geht von Suizid aus. 

Bei dem Vermissten handelt es sich nach ersten Ermittlungen der Polizei  um einen 23-jährigen aus dem Landkreis Rosenheim. Kurz nach 22.30 Uhr sprang er vom Innufer aus in der Rohrdorfer Straße in den Fluss. Aufgrund des Hochwassers trieb er schnell ab. 
Sofort eingeleitete Rettungs- und Suchmaßnahmen bleiben bislang ergebnislos und werden am heutigen Dienstag (4.6.2024) fortgeführt. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann nicht mehr am Leben ist. 
„Alle in dem Fall bislang erfolgten polizeilichen Ermittlungen sprechen dafür, dass der 23-jährige in suizidaler Absicht in den Inn sprang. Hinweise für eine Fremdbeteiligung oder ein Unfallgeschehen gibt es keine“, heißt es abschließend in dem Polizeibericht.
(Quelle: Pressemitteilung Poleipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Foto Innpuls.me)

Hochwasser: Stadt Rosenheim kommt glimpflich weg

Hochwasser: Stadt Rosenheim kommt glimpflich weg

Rosenheim – „Stadt Rosenheim kommt glimpflich weg“, lautet das Fazit der Stadt Rosenheim zum gestrigen Starkregen (3.6.2023). In der Gesamtbetrachtung der Hochwasserlage sei die Stadt Rosenheim mit einem blauen Auge davongekommen.

„Während die Einsatzkräfte vor allem in den Bereichen Aising, Pang und Happing gefordert waren, sorgten Mangfall und Inn für keine Gefahr“, heißt es weiter in der aktuellen Pressemitteilung,

Mangfall blieb knapp unter Meldestufe 3

Speziell die Mangfall war in den Fokus gerückt, als sie an der Messstelle Feldolling Hochwassermeldestufe 4 – und damit die höchste Meldestufe – überschritt. Allerdings blieb die Mangfall in Rosenheim knapp unter Meldestufe 3 und der Hochwasserschutz hielt.

Kaltenbach bereitete die größte Sorge

Sorgen bereitete hingegen der Kaltenbach, dessen Pegel mit 3,40 m den bisherigen Höchststand des Hochwassers 2020 erreichte. Nach Mitternacht sanken aber auch dort die Pegel.
„Wenn wir die Lage in den Nachbargemeinden und auch sonst in Bayern anschauen, dann müssen wir sagen, wir sind im gesamten Rosenheimer Stadtgebiet mit dem Schrecken davongekommen. Es ist natürlich bitter für jeden Einzelnen, wenn Keller oder Garagen vollgelaufen sind, aber Gott sei Dank gab es keine Personenschäden. Mein Dank gilt allen Einsatzkräften, die nicht nur in Rosenheim, sondern auch im Landkreis und im restlichen Bayern gegen die Wassermassen gekämpft haben. Und eines ist auch klar: Der Ausbau des Hochwasserschutzes seit 2013 hat sich rentiert und er funktioniert“, so Oberbürgermeister Andreas März.

Die Integrierte Leitstelle Rosenheim zählte alleine gestern in ihrem Zuständigkeitsbereich (03.06.2024) rund 1750 Einsätze und damit die meisten seit dem Hochwasser 2013. In den drei Tagen zuvor waren es insgesamt 55 hochwasserbedingte Ereignisse.

Alle 6 Rosenheimer Feuerwehren waren im Dauereinsatz

Alles sechs Rosenheimer Feuerwehren waren im Dauereinsatz und arbeiten bereits wieder Folgeeinsätze ab. Haupteinsatzlagen waren und sind vollgelaufene Keller, überflutete Straße und Murenabgänge.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Foto: Martin Aerzbäck)

Hochwasser: Hunderte Feuerwehreinsätze in Traunstein

Hochwasser: Hunderte Feuerwehreinsätze in Traunstein

Traunstein – Der Starkregen am gestrigen Montagnachmittag (4.6.2024) sorgte auch im Landkreis Traunstein für Hunderte Feuerwehreinsätze.

Der unwetterartige, teils von Gewittern begleitete, Regen am gestrigen Montagnachmittag (3. Juni) hat im Landkreis Traunstein zu rund 150 Feuerwehreinsätzen geführt. Etwa 30 der 80 Feuerwehren wurden gestern in der Zeit zwischen 15 Uhr und 1:30 Uhr des heutigen Dienstags alarmiert. Vielerorts mussten die Helfer Gebäude vor eindringendem Wasser schützen oder Fahrbahnüberflutungen beseitigen. Rund 100-mal hatte die Integrierte Leitstelle Traunstein Alarm ausgelöst, die tatsächlichen Einsatzzahlen liegen derzeit noch nicht vollständig vor.
Zur koordinativen und organisatorischen Unterstützung der Einsatzkräfte wurde die Feuerwehr-Führungsstelle „Salzach“ im Feuerwehrhaus Fridolfing alarmiert. Besonders viele Einsätze hatten die Feuerwehren im südlichen und östlichen Landkreis sowie in der Landkreismitte zu bewältigen. 
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild, Fotos: Kreisfeuerwehrverband Traunstein)

Hochwasser: Teile von Burg Falkenstein abgerutscht

Hochwasser: Teile von Burg Falkenstein abgerutscht

Rosenheim / Landkreis- Der heftige Regen ist zwar seit einigen Stunden vorbei. Aber die Lage insbesondere im Landkreis Rosenheim bleibt weiter angespannt. In Flintsbach sind sogar Teile der Burg Falkenstein abgerutscht. Nicht nur in dem Bereich kam es zu Evakuierungen.

Hochwasser Mangfall

Mit Bagger wird versucht, große Holzteile aus den Gewässern zu entfernen. Foto: re

Aktuell (22.54 Uhr) hat Katwarn erneut Alarm geschlagen. Nach Starkregen wird nun vor Hochwasser gewarnt.

Das Landratsamt Rosenheim hat die Bevölkerung aufgerufen, zu Hause zu bleiben und Aufenthalte im Freien zu vermeiden. THW und Feuerwehr sind seit vielen Stunden mit einem Großaufgebot im Landkreis unterwegs. Viele Straßen sind aktuell nicht befahrbar. Auch einige Brücken sind gesperrt.

Auch im Rosenheimer Stadtgebiet ist die Lage nach wie vor angespannt. Direkt neben der Westtangente haben sich riesige Überschwemmungsgebiete gebildet, so wie hier im Stadtteil Westerndorf am Wasen.

Überschwemmungen an der Rosenheimer Westtangente. Foto: Martin Aerzbäck

Überschwemmungen an der Rosenheimer Westtangente. Foto: Martin Aerzbäck

Hier noch weitere Hochwasserbilder vom heutigen Montagabend (3.6.2024):