Andreas Horn wird neuer Leiter der Stadtkirche Wasserburg

Andreas Horn wird neuer Leiter der Stadtkirche Wasserburg

Wasserburg / Landkreis Rosenheim – Pfarrer Andreas Horn übernimmt zum 1. Dezember die Leitung der Stadtkirche Wasserburg am Inn und wird zugleich Pfarrer von St. Jakob in Wasserburg. Der 55-Jährige stammt selbst aus Wasserburg und war seit 2007 Pfarrer und Leiter des Pfarrverbands Grassau.

Das teilte die Erzdiözese München und Freising am Montag (14. September) mit. Horn folgt auf Pfarrer Bruno Bibinger, der Ende August die Stadtkirche Wasserburg verlassen hat. Bis zum Amtsantritt von Horn wird die Stadtkirche nach Angaben der Erzdiözese vorübergehend von Dekan Monsignore Thomas Schlichting geleitet.

Rückkehr in die Heimatstadt

Andreas Horn wurde 1971 in Wasserburg geboren. Nach seiner Priesterweihe im Jahr 2003 in Freising war er zunächst als Kaplan in den Pfarrverbänden Bad Tölz und Erdweg tätig.
Seit 2007 stand Horn an der Spitze des Pfarrverbands Grassau. Nun kehrt er in seine Heimatstadt zurück und übernimmt dort die Leitung der Stadtkirche sowie die Pfarrstelle von St. Jakob.

Wer künftig den Pfarrverband Grassau leitet, steht nach Angaben der Erzdiözese noch nicht fest. Die Nachfolge werde derzeit geklärt. Die Entscheidung solle bekanntgegeben werden, sobald die notwendigen Schritte unter Einbeziehung der zuständigen Gremien abgeschlossen sind.
(Quelle: Pressemitteilung Erzdiözese München Freising /  Beitragsbild: Erzdiözese München Freising)

Zwei evangelische Pfarrstellen in Rosenheim vakant – so geht es weiter

Zwei evangelische Pfarrstellen in Rosenheim vakant – so geht es weiter

Rosenheim – Mit dem Weggang von Pfarrerin Rosemarie Rother und Pfarrer Dr. Bernd Rother sind in der evangelischen Kirchengemeinde Rosenheim inzwischen zwei von drei Pfarrstellen vakant. Eine Stellenreduzierung ist derzeit nicht vorgesehen. Wie die Evangelisch-Lutherische Kirche Rosenheim auf Anfrage von Innpuls.me mitteilt, gilt für die Wiederbesetzung eine sechsmonatige Pflichtvakanz.

Rosemarie Rother und Dr. Bernd Rother waren seit 2008 in Rosenheim tätig und teilten sich die geschäftsführende Pfarrstelle an der Erlöserkirche. Ende Juli wurden sie offiziell verabschiedet. Im September wechseln sie an die Cantate-Kirche in Kirchheim bei München.

Zwei Stellen könnten wiederbesetzt werden

Wie Pfarrerin Claudia Huber von der Evangelisch-Lutherischen Kirche Rosenheim erklärt, läuft die Neubesetzung einer Pfarrstelle nach einem geregelten Verfahren der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern ab. Zunächst gilt eine sechsmonatige Pflichtvakanz. Die Stelle wird anschließend im Amtsblatt der Landeskirche ausgeschrieben. Interessierte Pfarrerinnen und Pfarrer können sich darauf bewerben. Das Verfahren läuft zentral über die Personalstelle im Landeskirchenamt. Die Ausschreibung werde in Zusammenarbeit mit dem Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Rosenheim und Regionalbischof Thomas Prieto Peral formuliert, so Huber.

Eine Reduzierung der Pfarrstellen sei in Rosenheim derzeit nicht vorgesehen. Nach dem Weggang der Rothers sind damit in der evangelischen Kirchengemeinde Rosenheim derzeit zwei von drei Pfarrstellen vakant.  „Beide könnten wiederbesetzt werden, so es Interessent:innen gibt“, teilt Huber mit.
Bis zur Besetzung der vakanten Stellen wird die Geschäftsführung der Kirchengemeinde derzeit von Dekanin Dagmar Häfner-Becker und Pfarrerin Claudia Huber in Aufgabenteilung übernommen.

Rothers wechseln nach Kirchheim

Rosemarie Rother und Dr. Bernd Rother beginnen im September ihren Dienst an der Cantate-Kirche in Kirchheim bei München. Das Ehepaar war 18 Jahre lang in Rosenheim tätig.
Die Einführung ist für Sonntag, 20. September, um 16 Uhr in der Cantate-Kirche geplant. Auf der Internetseite der Gemeinde kündigen die beiden an, gemeinsam mit ihrer Hündin Kira nach Kirchheim zu ziehen und sich dort in der Gemeinde einzubringen.

Für die evangelische Kirchengemeinde Rosenheim beginnt damit eine Übergangsphase. Die Stelle von Rosemarie und Dr. Bernd Rother kann nach Angaben von Huber frühestens zum 1. März 2027 neu besetzt werden. Für die zweite vakante Pfarrstelle gilt ebenfalls das entsprechende Besetzungsverfahren.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Mariä Himmelfahrt in Rosenheim: Kräuterbuschen in St. Nikolaus gesegnet

Mariä Himmelfahrt in Rosenheim: Kräuterbuschen in St. Nikolaus gesegnet

Rosenheim – Mariä Himmelfahrt hat auch in Rosenheim einen festen Platz im kirchlichen Leben. Das zeigte sich am heutigen Samstag (15. August) beim Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus. Die Kirche war gut besucht, viele Gläubige hatten traditionell einen Kräuterbuschen zur Segnung mitgebracht.

Zelebriert wurde der Gottesdienst von Pfarrvikar Pater Shibu Joseph Cheeramvelil.Im Mittelpunkt des katholisches Hochfestes steht die Aufnahme Marias mit Leib und Seele in den Himmel. Auch die traditionelle Kräuterweihe gehört zu Maria Himmelfahrt. Die mitgebrachten Kräuterbuschen wurden im Rahmen des Gottesdienstes gesegnet. Der Altar war dafür passend geschmückt mit Kräutern und Sonnenblumen. 

Königskerze als Leitpflanze

Die Kräuterbuschen werden traditionell aus verschiedenen Kräutern und Blumen gebunden. Dazu gehören beispielsweise Königskerze, Johanniskraut und Lavendel. Auch eine Rose als Symbol für Maria findet sich häufig darin. Viele Menschen nehmen es bei der Zusammenstellung heute allerdings nicht mehr ganz so genau und verwenden einfach das, was der eigene Garten gerade hergibt.

Eine besondere Rolle spielt übrigens auch die Zahl der verwendeten Pflanzen. Je nach Region werden beispielsweise sieben, neun, zwölf, 14 oder 24 Kräuter verwendet. Auch diese Zahlen haben eine symbolische Bedeutung: Sieben steht für die Schöpfungstage beziehungsweise die sieben Tage der Woche, neun für die Dreifaltigkeit, zwölf für die Apostel, 14 für die 14 Nothelfer und 24 für zwölf plus zwölf – in Anlehnung an die zwölf Apostel und die zwölf Stämme Israels.
Die Königskerze gilt traditionell als Leitpflanze des Kräuterbuschens. Nach der Segnung werden die Buschen mit nach Hause genommen. Dem alten Brauch zufolge sollen die geweihten Kräuter dort Schutz vor Krankheit und Unheil bringen.

Der gut besuchte Gottesdienst in St. Nikolaus zeigte, dass Mariä Himmelfahrt in Rosenheim auch heute noch einen festen Platz im religiösen und traditionellen Leben vieler Menschen hat.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Fotomontage: Karin Wunsam)

Brand in der Kirche St. Georg in Eggstätt

Brand in der Kirche St. Georg in Eggstätt

Eggstätt / Landkreis Rosenheim – In der Kirche St. Georg in Eggstätt (Landkreis Rosenheim)  ist es am Donnerstag (18.6.2026) zu einem Brand gekommen. Der Vorfall ereignete sich nach bisherigen Erkenntnissen zwischen etwa 7 und 16 Uhr.

Zeugen, die auf dem Friedhof Gartenarbeiten verrichteten, bemerkten Brandgeruch und verständigten die Einsatzkräfte. Vor Ort stellte sich heraus, dass ein Vorhang im linken Eingangsbereich der Kirche verbrannt war und die dahinterliegende Wand stark verrußt wurde.
Als die Freiwillige Feuerwehr Eggstätt eintraf, war das Feuer bereits erloschen. Die Einsatzkräfte kontrollierten den Bereich vorsorglich weiter. Verletzt wurde niemand.

Die Ursache des Brandes ist derzeit noch unklar. Die Polizeiinspektion Prien hat die Ermittlungen aufgenommen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Prien / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Aschau feiert Fronleichnam mit festlicher Prozession

Aschau feiert Fronleichnam mit festlicher Prozession

Aschau / Landkreis Rosenheim – Mit Blumen, Fahnen, Musik und vielen Gläubigen wurde am Donnerstag (4.6.2026) das Fronleichnamsfest in Aschau im Chiemgau gefeiert. Nach dem Festgottesdienst zog die Pfarrgemeinde in einer feierlichen Prozession durch den geschmückten Ortskern.

Fronleichnam in Aschau im Chiemgau 2026. Fotos: Copyright H. Reiter

Musikalische Begleitung bei der Fronleichnamsprozession. Fotos: Copyright H. Reiter

Nach dem feierlichen Gottesdienst in der katholischen Pfarrkirche „Darstellung des Herrn“ machte sich die Pfarrgemeinde Aschau im Chiemgau mit Gebeten und Gesängen auf den Weg durch den festlich geschmückten Ort. Begleitet wurde die Prozession von den Fahnenabordnungen der Dorfvereine, der Musikkapelle und zahlreichen Gläubigen.

Fronleichnam in Aschau im Chiemgau 2026. Fotos: Copyright H. Reiter

Fronleichnam bot auch in diesem Jahr wieder ein stimmungsvolles Bild gelebten Glaubens. 

Ortspfarrer Paul Janßen trug das Allerheiligste in der goldenen Monstranz durch den Ort und segnete Dorf, Werkstätten, Schule sowie Fluren und Felder. Die Gebirgsschützenkompanie Aschau gab dabei das traditionelle Ehrengeleit.

An zwei liebevoll gestalteten Altären, die von Aschauer Frauen und der Kolpingfamilie vorbereitet worden waren, wurde Station gemacht, um gemeinsam zu beten und zu singen.

Tradition und gelebter Glaube

Die Fahnenabordnungen der Ortsvereine, die festlich gekleideten Mitglieder der Trachtenvereine Hohenaschau und Niederaschau, die Gebirgsschützenkompanie Aschau sowie die Feuerschützen begleiteten gemeinsam mit Ortspfarrer Paul Janßen und Diakon Dr. Christian Elsen die Feierlichkeiten.

Auch die Erstkommunionkinder waren aktiv eingebunden. Sie trugen Fahnen und zogen gemeinsam mit den Ministranten und der Geistlichkeit zu den beiden Altären. Ein besonderer Blickfang waren die aktiven Dirndl der Trachtenvereine Hohenaschau und Niederaschau, die während der Prozession die Figuren trugen.

Musik und festlicher Rahmen

Im Mittelpunkt des Fronleichnamsfestes stand das Allerheiligste unter dem Baldachin, begleitet von vier Himmelträgern und der Pfarrgemeinde. Für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes sorgte Kirchenmusikerin Christine Klinger.
(Quelle: Pressemitteilung Touristinfo Aschau im Chiemgau / Fotos: Copyright H. Reiter)

Fronleichnam: Warum heute Altäre geschmückt und Prozessionen gefeiert werden

Fronleichnam: Warum heute Altäre geschmückt und Prozessionen gefeiert werden

Rosenheim / Bayern / Deutschland – Heute ist Fronleichnam. In vielen katholischen Orten werden dazu Gottesdienste gefeiert, anschließend ziehen Prozessionen durch Straßen und Plätze. Entlang der Wege sind oft geschmückte Altäre zu sehen, in einigen Regionen entstehen zudem kunstvolle Bilder aus Blüten und Naturmaterialien.

Auch in der Region Rosenheim gehört dieser Tag für viele Gemeinden fest zum Kirchenjahr. Nach den Gottesdiensten geht es bei gutem Wetter hinaus ins Freie – begleitet von Fahnen, Musik und den traditionellen Stationen entlang des Prozessionswegs. Und obwohl sich manche Bräuche verändert haben, sind vielerorts noch immer geschmückte Häuser zu sehen – wenn auch nicht mehr überall so selbstverständlich wie früher.

Fronleichnam ist dabei eines jener Feste, die im öffentlichen Raum sichtbar werden. Gleichzeitig wissen viele nur grob, was genau gefeiert wird und woher der Tag eigentlich kommt.

Was bedeutet Fronleichnam?

Der Name klingt für viele ungewohnt und wird oft missverstanden. Mit Tod oder Begräbnis hat Fronleichnam jedoch nichts zu tun. Das Wort stammt aus dem Mittelhochdeutschen: „Fron“ bedeutet „dem Herrn gehörend“, „Leichnam“ meinte ursprünglich den lebendigen Leib. Fronleichnam bedeutet also sinngemäß „Leib des Herrn“.

Gefiert wird das katholische Hochfest der Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie – also in Brot und Wein beziehungsweise in der geweihten Hostie. Fronleichnam findet immer am zweiten Donnerstag nach Pfingsten statt, also 60 Tage nach Ostern.

Seinen Ursprung hat das Fest im 13. Jahrhundert. Im Jahr 1264 wurde Fronleichnam durch Papst Urban IV. als Fest der gesamten katholischen Kirche eingeführt. Seitdem sind Gottesdienste und Prozessionen vielerorts fester Bestandteil der Feier.

Prozessionen, Altäre und gelebtes Brauchtum

Im Mittelpunkt steht die Fronleichnamsprozession. Nach dem Gottesdienst ziehen die Gläubigen gemeinsam durch Orte und Städte. Ein Priester trägt dabei die Monstranz – ein kunstvoll gestaltetes liturgisches Gefäß, in dem die geweihte Hostie gezeigt wird. Begleitet wird der Zug häufig von Gebeten, Musik und Vereinen.

Typisch sind die geschmückten Altäre entlang des Weges, an denen Stationen gehalten werden. In einigen Regionen gehören auch Blumenteppiche oder Blumenbilder dazu, die mit viel Aufwand aus Blüten, Blättern und Naturmaterialien gestaltet werden.

Früher war zudem das äußere Erscheinungsbild vieler Orte noch stärker geprägt: Häuser entlang der Prozessionswege wurden festlich geschmückt, aus Fenstern hingen bestickte Tücher oder Stoffbahnen. Dieser Brauch ist auch in der Region Rosenheim teilweise noch zu sehen, gerät jedoch zunehmend in Vergessenheit.

Wo Fronleichnam Feiertag ist

Fronleichnam ist kein bundesweiter Feiertag. Arbeitsfrei ist der Tag in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. In einzelnen katholisch geprägten Gemeinden in Sachsen und Thüringen ist er ebenfalls Feiertag.

Ob religiöse Feier oder Tradition im Jahreslauf: Fronleichnam bleibt ein Tag, an dem sich Glaube und Brauchtum im öffentlichen Raum sichtbar verbinden.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)