„Glück kann man nicht herstellen“

„Glück kann man nicht herstellen“

Rosenheim – Mit feierlichem Festgottesdienst und farbenprächtigem Festzug wurde am heutigen Sonntag beim Erntedankfest in Rosenheim gelebtes Brauchtum in seiner schönsten Form gezeigt. Der Dank bekam heuer – gut eine Woche nach dem schweren Unwetter in der Region – eine besondere Bedeutung, denn da fürchteten viele Landwirte um ihre Ernte.

 

Erntedank in Rosenheim. Fotos: Innpuls.me

Nur wenn das Wetter mitspielt, kann der Gottesdienst im Freien im Mangfallpark Süd abgehalten werden. Heuer war das zum Glück wieder der Fall. Fotos. Innpuls.me

Der Kirchenzug startete bei Kaiserwetter pünktlich um 9.15 Uhr in der guten Stube Rosenheims, dem Max-Josefs-Platz. Mit dabei waren über 30 Vereine, Musikkapellen, Pferde-Gespanne und Erntekronen aus Stadt und Landkreis Rosenheim. Seit vielen Jahren eine feste Konstante ist dabei das Erler-Kreuz. Sechs starke Männer aus Erl trugen das rund 160 Kilo schwere Holzkreuz, vier Mann sicherten es zusätzlich auf seinen Weg zum Mangfallpark Süd ab.

Erntedank in Rosenheim. Fotos: Innpuls.me

Das Erler Kreuz wird am Max-Josefs-Platz aufgestellt.

Seinen Weg von Tirol nach Rosenheim tritt das Kreuz jedes Jahr auf einen Pritschenwagen an. „Im Ursprung war das Kreuz sogar gut einen Meter länger. Aber weil es damit für den Transport zu lange war, wurde es gekürzt“, verriet einer der Gäste aus Erl.

Erntedank in Rosenheim. Fotos: Innpuls.me

Der einjährige Vitus wurde in einem nostalgischen Kinderwagen mitgeschoben.

Der jüngste Teilnehmer sowohl in Kirchen- als auch im Festzug war der einjährige Vitus. Der Bub saß gemütlich ein einem nostalgischen Kinderwagen, in dem auch schon sein Großvater als Kind befördert wurde.

Erntedank in Rosenheim. Fotos: Innpuls.me

Der sechsjährige Seppi und die achtjährige Johanna fuhren auf einem Motivwagen mit.

Eine wichtige Rolle hatten der sechsjährige Seppi und die achtjährige Johanna Steingraber. Sie knieten auf einem Motivwagen betend vor einem Kreuz. „Bei uns ist das jetzt die zweite Generation, die diese Aufgabe übernimmt. Ich habe das nämlich auch schon als Kind gemacht“, erzählte ihr Papa Josef Steingraber, Geschäftsführer des Bayerischen Bauernverbands Kreisverband Rosenheim.

Erntedank in Rosenheim. Fotos: Innpuls.me

Die Erntekronen wurden von der Landjugend Vogareuth und der Landjugend Prutting gestaltet. 

Die Landjugend Vogtareuth und die Landjugend Prutting gestalteten die beiden Erntekronen ,die dann im Mangfallpark Süd vor dem Altar abgesetzt wurden.

Erntedank in Rosenheim. Fotos: Innpuls.me

Die Geistlichkeit auf ihrem Weg in den Mangfallpark Süd. 

Den feierlichen ökumenischen Gottesdienst zelebrierten die katholischen Pfarrer Andreas Maria Zach und Fabian Orsetti und der evangelische Pfarrer Dr. Bernd Rother.
Rother erinnerte zum Auftakt auch noch mal an das schwere Unwetter am vergangenen Samstag, das nicht nur die Wiesn flutete, sondern auch Ernten zerstörte. „Da hat man wieder gespürt, wie zerbrechlich alles im Leben ist. Er selbst sei bei dem Unwetter zusammen mit Freunden aus München in einem Zug gesessen und dann in Ostermünchen gestrandet. „Liebe Kollegen haben uns dann dort abgeholt. Daran sieht man, wie wertvoll Menschen sind, die uns zur Seite stehen. Unser Leben ist zwar zerbrechlich, aber eben auch sorgsam getragen“, meinte.

Erntedank in Rosenheim. Fotos: Innpuls.me

Pfarrer Dr. Bernd Rother eröffnete den Gottesdienst. 

Erntedank in Rosenheim. Fotos: Innpuls.me

Mit dabei zahlreiche Ehrengäste. 

Pfarrer Orsetti sprach dann in seiner Predigt zuerst einmal den Rosenheimer Bierbrauern ein großes Lob aus. „Die besten Bierbrauer gibt es natürlich in Rosenheim“, meinte er schmunzelnd.  Das Bier verwendete er als Sinnbild dafür, dass aus wenigen Zutaten oft Großes entstehen könne. Das Erntedankfest lade dazu ein, den Dingen auf den Grund zu gehen. Der Mensch könne vieles erschaffen, aber nicht sich selbs.,  „Eine Mutter empfängt ihr Kind. Das Leben ist  eine Gabe“, sagte er und auch Glück könne man nicht herstellen, es sei ebenfalls ein Geschenk des Himmels.

Erntedank in Rosenheim. Fotos: Innpuls.me

Bernhard und Elisabeth Niederthanner aus Nußdorf brachten die Gaben zum Altar. 

Zur Tradition des Erntedankgottesdienst gehört es auch, dass ein Landwirtsehepaar zu Beginn der Eucharistiefeier Gaben in Form von Brot und Weintrauben zum Altar bringt. Heuer übernahmen Bernhard und Elisabeth Niederthanner aus Nußdorf diese ehrenvolle Aufgabe.
Nach dem Gottesdienst zog der Festzug durch die Rosenheimer Innenstadt vorbei an vielen Schaulustigen zum gemeinsamen Mittagessen auf dem Herbstfest.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Karin Wunsam)

Hier weitere Fotos: 

Erntedank in Rosenheim. Fotos: Innpuls.me
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Erntedank in Rosenheim. Fotos: Innpuls.me
Erntedank in Rosenheim. Fotos: Innpuls.me
Geplante Mittelkürzungen in den Freiwilligendiensten

Geplante Mittelkürzungen in den Freiwilligendiensten

München – Das Landeskomitee der Katholiken in Bayern fürchtet angesichts der von der Bundesregierung geplanten Mittelkürzungen für Freiwilligendienste schwerwiegende Folgen für die Gesellschaft und dringt darauf, beide Dienste bedarfsgerecht weiterzuentwickeln.

Mit der Umsetzung der angestrebten Kürzungen würde ein Drittel der gegenwärtig verfügbaren Mittel in Höhe von derzeit 207 Millionen Euro für den Bundesfreiwilligendienst und von 120 Millionen Euro für die Jugendfreiwilligendienste „zu Lasten des Zusammenhalts der Gesellschaft wegfallen“, heißt es in einer Petition an den Deutschen Bundestag: Konkret würde das bedeuten, dass Freiwillige in Kitas, Schulen, Sportvereinen, beim Naturschutz, in der Kultur oder in der Pflege zukünftig nicht mehr unterstützen könnten. Von den Kürzungen betroffen wäre zudem vor allem jene Generation junger Menschen, die durch die Corona-Pandemie ohnehin schon stark belastet war.“

„Unsere Gesellschaft braucht das soziale Miteinander mehr denn je“, ist das Landeskomitee als Interessenvertretung der bayerischen Diözesanräte, der auf Landesebene tätigen katholischen Verbände und Organisationen sowie von Einzelpersönlichkeiten überzeugt. „Freiwilligendienste sind oft der Einstieg für junge Menschen in ein jahrelanges Engagement in der Gesellschaft.“ Gute Rahmenbedingungen für Freiwillige und Trägereinrichtungen sowie eine dauerhaft gesicherte Finanzierung seien daher notwendig, „denn die Freiwilligendienste helfen nicht nur einzelnen Organisationen, sondern sind ein Dienst an der gesamten Gesellschaft.“
(Quelle: Pressemitteilung Erzdiözese München und Freising  / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Kleinod zur Abendstunde

Kleinod zur Abendstunde

Aschau / Landkreis Rosenheim – Besonders zur Abendstunde zeigt das Priental seine reizvolle Seite. Die untergehende Sonne taucht die aus dem 17. Jahrhundert stammende Feldkapelle in Höhenberg, die von prächtigen Linden beschirmt wird, in einen warmen goldenen Schein.

Besonders in Aschau im Chiemgau (Landkreis Rosenheim) lohnt es sich auf den Weg der Gotteshäuser zu machen, denn es wurde ein eigens kreierter Kapellenweg mit 14 Orten der Ruhe und Kraft zusammengestellt. Auf über 40 Seiten gibt es nicht nur Wissenswertes über die einzelnen Gotteshäuser zu erfahren, sondern Psalmen und zahlreiche Fotos runden diesen kostenlosen Führer ab. Der Aschauer Kapellenwegweiser ist in den Tourist Infos Aschau, Tel. 08052-90490 oder Sachrang, Telefon 08057 / 909737 bzw. unter www.aschau.de erhältlich.
(Quelle: Pressemitteilung Tourist Info Aschau im Chiemgau / Beitragsbild: H. Reiter)

Kräutersegnung in Kirche St. Nikolaus

Kräutersegnung in Kirche St. Nikolaus

Rosenheim – Mit feierlichen Gottesdiensten und Kräutersegnungen begehen Katholiken am heutigen Dienstag, 15. August, das Hochfest Mariä Himmelfahrt. Auch in der Kirche St. Nikolaus in Rosenheim wurden am Vormittag zu Sträußen gebundene Kräuter gesegnet.

Auch der Altar von St. Nikolaus in Rosenheim ist heute prächtig mit Kräutern und Blumen geschmückt. Foto: Innpuls.me

Auch der Altar von St. Nikolaus in Rosenheim ist heute prächtig mit Kräutern und Blumen geschmückt. Foto: Innpuls.me

Die beiden Rosenheimerinnen Amalie Döbler und Johanna Wörndl (unser Beitragsbild) haben in die Kirche gleich einen ganzen Korb voller Kräuter mitgenommen, die sie in ihren Gärten und auf dem Feld gepflückt haben. Traditionell gehören in die Kräuterbuschen lebensnotwendige und heilkräftige Pflanzen. Diese werden nach der Segnung zu Hause getrocknet und aufbewahrt. „Im nächsten Jahr zerkrümle ich dann die trockenen Pflanzen und verstreue sie auf die Beete, um so den Segen für die neuen Pflanzen weiterzugeben“, erzählt Amalie Döbler.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Foto: Karin Wunsam)

Erzdiözese spendet für Hochwasser-Opfer in Slowenien

Erzdiözese spendet für Hochwasser-Opfer in Slowenien

München – Die Erzdiözese München und Freising spendet 30.000 Euro zur Hilfe für Betroffene der Flutkatastrophe in Slowenien. „In Slowenien haben, wie uns berichtet wird, wahrscheinlich tausende Menschen ihr Zuhause und ihre Lebensgrundlage verloren. Sie brauchen eine unmittelbare Versorgung in den Notunterkünften, bei der wir die Caritas finanziell unterstützen, damit unsere Spende zielgerichtet und als konkrete Hilfe vor Ort ankommt“, so Christoph Klingan, Generalvikar der Erzdiözese München und Freising.

Die Spende in Höhe von 30.000 Euro stammt aus dem Katastrophenhilfsfonds der Erzdiözese und geht an Caritas International. Über den Partner vor Ort, Caritas Slowenien, stellt die Hilfsorganisation Unterkünfte, medizinische Versorgung sowie Nahrung und sauberes Wasser zur Verfügung. „Viele Menschen in Slowenien stehen jetzt vor dem Nichts. Ich hoffe, dass die Spende dazu beiträgt, ihre unmittelbare Not zu lindern und ihnen zudem das Gefühl gibt, dass wir sie sehen und nicht allein lassen“, sagt Generalvikar Klingan.

Anhaltender Starkregen hat in Teilen Sloweniens, Österreichs und Kroatiens in den vergangenen Tagen Überflutungen und Erdrutsche verursacht. Aufgrund seiner geographischen Lage und Größe ist Slowenien besonders stark betroffen. Entlang der Flüsse Save, Drau, Mieß und Mur wurden nach bisherigen Schätzungen zehntausend Häuser zerstört. Die internationale katholische Hilfsorganisation Caritas International trägt mit der Spende der Erzdiözese zur Versorgung der Betroffenen mit mobilen Unterkünften, Lebensmitteln, Artikeln des täglichen Bedarfs sowie medizinischer Betreuung bei. 
(Quelle: Pressemitteilung Erzdiözese München und Freising / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Statistik zu Feiertag „Mariä Himmelfahrt“

Statistik zu Feiertag „Mariä Himmelfahrt“

Fürht / Bayern – Am Dienstag, 15. August, feiern die Katholiken Mariä-Himmelfahrt. Nur in Saarland und vielen Gemeinden Bayerns ist das ein Feiertag. Wie viele Gemeinden in Bayern an diesem Tag tatsächlich frei haben, hat das Landesamt für Statistik ermittelt.

Grafik Mariä Himmelfahrt. Bayerisches Landesamt für Statistik, Fürth 2023

Gemäß Art. 1 Abs. 1 Nummer 2 des Gesetzes über den Schutz der Sonn- und Feiertage (Feiertagsgesetz) ist in Bayern der 15. August – „Mariä Himmelfahrt“ – in einer Gemeinde dann ein gesetzlicher Feiertag, wenn dort mehr katholische als evangelische Einwohner ihren Hauptwohnsitz hatten. Auf welche Kommunen das zutrifft, stellt gemäß Art. 1 Abs. 3 Feiertagsgesetz das Bayerische Landesamt für Statistik auf Basis der letzten Volkszählung fest.

Die Festlegung, in welchen Gemeinden Bayerns „Mariä Himmelfahrt“ ein gesetzlicher Feiertag ist, beruht aktuell auf den Ergebnissen des Zensus 2011. Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik ist das Fest „Mariä Himmelfahrt“ in 1 704 von insgesamt 2 056 Gemeinden Bayerns ein gesetzlicher Feiertag. In Oberbayern und Niederbayern ist der 15. August 2023 überall Feiertag, da dort in allen Gemeinden zum Stichtag des Zensus 2011 die Zahl der Katholiken überwog.

Auch in der Oberpfalz (96,0 Prozent der Gemeinden überwiegend katholisch), in Schwaben (95,3 Prozent) sowie in Unterfranken (87,0 Prozent) ist der 15. August für die meisten Bürgerinnen und Bürger frei. In den meisten Gemeinden der evangelisch geprägten Regierungsbezirke Oberfranken bzw. Mittelfranken ist „Mariä Himmelfahrt“ hingegen kein Feiertag. Dort sind nur 46,3 Prozent bzw. 18,1 Prozent der Gemeinden mehrheitlich katholisch.

Während in den bayerischen Großstädten München, Augsburg, Würzburg, Regensburg und Ingolstadt „Mariä Himmelfahrt“ ein gesetzlicher Feiertag ist, wird in den mittelfränkischen Großstädten Nürnberg, Fürth und Erlangen gearbeitet bzw. sind die Geschäfte geöffnet.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re / Grafik: Bayerisches Landesamt für Statistik, Fürth 2023)